Maurerdenkmal

  • errichtet 1999
  • Idee: Friedhelm Müller
  • Initiatoren: Hobbyvolleyballer des TUS Lüchtringen
  • Finanzielle Verwaltung: Heimat- und Verkehrsverein Lüchtringen
  • Künstler: Raphael-Johannes Strauch - Kohlweg 4 - 34439 Willebadessen- Fölsen
  • Objektvorlage: Foto des Maurers Heinrich Beverungen, Langesstraße
  • Material des Denkmals: Kunststein mit hohem Zementanteil, darunter eine Edelstahlkonstruktion Sockel aus Sollingen-Sandstein

Geschichte des Maurerdenkmals

Eine Ortsausschussitzung im Jahr 1988 gab den Anstoß, über Verschönerungen des Dorfes nachzudenken. Es war die Idee von Friedhelm Müller, dem "Lüchtringer Maurer", der über Jahrhunderte das soziale Gefüge des Dorfes nachhaltig prägte, ein bleibendes Denkmal zu setzen.

Mit Begeisterung griffen die Hobbyvolleyballer den Gedanken des Mitspielers auf. Gestaltungsvorschläge und Angebote von Künstlern aus Kattowitz in Polen bis Kevelar wurden eingeholt. Den Zuschlag bekam ein heimischer Künstler aus Willebadessen-Fölsen, Herr R.-J. Strauch. Nun galt es die Finanzierung abzusichern. Da keine öffentlichen Mittel für das geplante Projekt zu erwarten waren, war Eigeninitiative gefragt.

Ein Schreiben an alle Lüchtringer Bauleute - auswärts und im Dorf - informierte über das Vorhaben und enthielt die Bitte um eine Spende. Von den Hobbyvolleyballern wurde ein Weihnachtsmarkt, der erste in Lüchtringen, im Jahr 1996 ins Leben gerufen, ihre Verkaufsstände zum 1. Mai, auf dem Vitusfest in Corvey, dem Handwerkermarkt beim Baustoffhandel Wegener und ähnliche andere Aktionen erbrachten weitere finanzielle Mittel. Spenden von Bauunternehmen im Ruhrgebiet, von heimischen Geschäftsleuten, Banken und Sparkassen und dem Herzog von Ratibor ergänzten die bereits vorhandenen Mittel. Diese Gelder wurden vom HVV Lüchtringen als gemeinnützigem Verein verwaltet. Die Überwachung der Abrechnungen und das Ausstellen von Spendenquittungen übernahm der damalige Geschäftsführer Hans-Joachim Schuster.

Am Samstag, dem 21. August 1999, um 15 Uhr, wurde das Maurerdenkmal in einem Festakt unter Begleitung des Männergesangvereins "Weserperle" der Öffentlichkeit übergeben. Die Trägerschaft für das Denkmal übernahm die Stadt Höxter.

So wurde in ehrenamtlicher Gemeinschaftsarbeit der Hobbyvolleyballer mit Unterstützung des Vorstandes des HVV Lüchtringen ein Denkmal geschaffen, welches auch noch nachfolgende Generationen daran erinnern soll, dass Lüchtringen als "Maurerdorf" in der Vergangenheit bekannt war.

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